Lieferantenbewertung sinnvoll und erforderlich!

Wer auf Grundlage der DIN EN ISO 9001:2008 eine Zertifizierung anstrebt, muss die eigenen Lieferanten bewerten. Hierdurch soll sichergestellt werden, dass die Qualität der zu produzierenden Produkte oder Dienstleistungen nicht durch Zulieferer verringert wird.

Denn welches Unternehmen würde einen Kunden gerne verlieren, nur weil die Qualität eines Zulieferers nicht ausreichend ist.
Daher ist eine regelmäßige Lieferantenbewertung gemäß dem Motto: „Eine Kette ist nur so stark wie Ihr schwächstes Glied“ nicht nur sinnvoll sondern auch erforderlich.

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Müssen somit alle Lieferanten bewertet werden? Theoretisch ja. Praktisch jedoch lediglich die Lieferanten, die die Qualität der zu produzierenden Produkte oder Dienstleistungen beeinflussen.

Der Supermarkt, in dem Sie regelmäßig die Getränke für Ihre Mitarbeiter und Kunden einkaufen, muss sicherlich nicht im Rahmen der Lieferantenbewertung berücksichtigt werden. Der Zulieferer, der Ihre Geräte wartet und im Bedarfsfall auch repariert, hingegen schon.

Freiberufliche Mitarbeiter werden häufig bei der Lieferantenbewertung vergessen, sollten jedoch Ihre Berücksichtigung finden. Wie z.B. freiberufliche Konstrukteure in Ingenieurbüros oder freiberufliche Kurstrainer im Fitness-Studio.

Aus Sicht Ihrer Lieferanten sind Sie der Kunde! Daher sollten Sie sich nicht davor scheuen, auch Ihr Steuerberatungsbüro zu bewerten (hatten Sie vielleicht hohe Steuernachzahlungen?), oder auch Ihre Unternehmensberatung (... Ihr Unternehmensberater ermahnt Sie den Ausbildungsstand Ihres Unternehmens zu steigern, aber wie sieht es mit der eigenen Aus- und Weiterbildung aus?).

Es gibt keine „heiligen Kühe“ die geschlachtet werden können. Eine objektive Lieferantenbewertung dient ausschließlich der positiven Entwicklung Ihres Unternehmens. Aufgedeckte Schwachstellen können letztendlich auch Ihren Lieferanten helfen, sich kontinuierlich zu verbessern.